Vertrauen am Arbeitsplatz: Warum es wichtiger ist als Gehalt

employee research time tracking scheduling reporting
Wenn Sie gefragt würden, was Ihren Mitarbeitern am wichtigsten ist, würden Sie wahrscheinlich „Gehalt“ sagen.

Das liegt nahe: Gehalt lässt sich konkret benennen, vergleichen und offen besprechen. Doch eine groß angelegte europäische Studie zeigt: Diese Annahme ist falsch. Vertrauen am Arbeitsplatz ist Mitarbeitern wichtiger als Gehalt – und die Lücke zwischen dem, was Arbeitgeber vermuten, und dem, was Beschäftigte tatsächlich wertschätzen, kostet Unternehmen mehr, als die meisten ahnen.

In dieser Studie zum Vertrauen am Arbeitsplatz, dem European Working Conditions Survey, den Eurofound unter mehr als 36.000 Beschäftigten in der EU durchgeführt hat, wurde gefragt, was den Menschen bei ihrer Arbeit am wichtigsten ist. Die Ergebnisse zeigen es deutlich: Ein sicheres Arbeitsumfeld für die psychische und physische Gesundheit landete auf Platz eins – 71 % der Befragten bezeichneten es als „sehr wichtig“. Ein Arbeitsumfeld, das von Vertrauen geprägt ist, kam mit 69 % auf Platz zwei. Gute Vergütung und Sozialleistungen folgten erst auf Platz drei, mit 66 %.

Vertrauen am Arbeitsplatz schlägt Gehalt – mit einem deutlichen Abstand. Und dieser Befund verdient weit mehr Aufmerksamkeit, als ihm in Gesprächen darüber, wie man ein gutes Team führt, üblicherweise geschenkt wird.

Was Beschäftigte uns tatsächlich sagen

Nach Sicherheit und Vertrauen im Team nannten die Befragten gute Arbeitszeiten (65 %), sinnvolle Arbeit (64 %) und Arbeitsplatzsicherheit (64 %) als besonders wichtig. Gehalt spielt eine Rolle, aber es ist eines unter mehreren gleichwertigen Faktoren, nicht der überragende – und das gilt branchenübergreifend und für alle Altersgruppen. Für alle, die ein Team führen, verschiebt das die entscheidende Frage: Es geht nicht nur darum, wie viel Sie zahlen, sondern ob Ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, dass die grundlegenden Dinge fair und transparent gehandhabt werden. Genau das macht Vertrauen am Arbeitsplatz aus: keine leeren Versprechen, sondern gelebte Verlässlichkeit.

Das zeigt sich auch in den Zahlen: Rund 30 % der Frauen und 24 % der Männer in Europa berichten von einem Ungleichgewicht zwischen Einsatz und Anerkennung – sie haben das Gefühl, mehr zu geben, als sie zurückbekommen, nicht unbedingt, weil sie ihr Gehalt für zu niedrig halten, sondern weil die Gesamtbilanz sich unausgewogen anfühlt. Es ist eine stille Frustration, die sich mit einer Gehaltserhöhung allein nicht beheben lässt. Wer die Mitarbeiterzufriedenheit steigern möchte, kommt an diesem Punkt nicht vorbei: Es geht um das Gefühl, dass der eigene Beitrag korrekt erfasst und anerkannt wird. Diese Art von Ungleichgewicht kündigt sich selten lautstark an, und viele Arbeitgeber bemerken es erst, wenn der Schaden bereits eingetreten ist.

Wenn Unsicherheit zur Belastung wird

Es gibt noch eine weitere Dimension, die häufig übersehen wird: Planbarkeit. 15 % der europäischen Beschäftigten können ihre eigenen Einkünfte für die nächsten drei Monate nicht mit ausreichender Sicherheit vorhersagen – eine reale und belastende Situation für alle, die in Schichtbetrieben, im Einzelhandel, in der Gastronomie, im Gesundheitswesen oder in der Logistik arbeiten. Wenn die Arbeitszeiten unklar sind, ist auch das Einkommen unklar, und wenn das Einkommen unklar ist, fehlt das Fundament für finanzielle Stabilität.

Das wirkt sich unmittelbar auf das Vertrauen am Arbeitsplatz aus. Wenn Beschäftigte nicht sicher sein können, dass ihre Arbeitszeiten vollständig und korrekt erfasst werden, können sie auch nicht sicher sein, dass sie richtig entlohnt werden. Für HR-Verantwortliche und Führungskräfte lohnt sich das Innehalten: Die administrativen Prozesse rund um Arbeitszeit – wie Stunden erfasst, geprüft und bei Abweichungen korrigiert werden – sind keine bloße Formalität. Sie sind einer der greifbarsten Wege, auf denen ein Unternehmen zeigt, ob es seinen Mitarbeitern vertraut und ob es sie fair behandelt.

Warum das Alltägliche so viel zählt

Noch ein Befund, der Aufmerksamkeit verdient: Der Anteil der Beschäftigten, die monotone oder repetitive Aufgaben ausführen, ist von 39 % im Jahr 1995 auf 48 % im Jahr 2024 gestiegen. Wenn die Arbeit selbst wenig Abwechslung bietet, gewinnen die Bedingungen der Arbeit an Gewicht: werden Pausen so eingehalten, wie es vorgesehen ist, werden Arbeitszeiten korrekt erfasst, wird die Zeit der Mitarbeiter wirklich respektiert. Genau hier zeigt sich oft, wie viel Vertrauen am Arbeitsplatz tatsächlich vorhanden ist. Für einen großen Teil der Belegschaft ist das nicht nur eine Mindestanforderung – es ist ein wesentlicher Teil dessen, was die Arbeit akzeptabel macht oder eben nicht, und damit auch ein Faktor für die Mitarbeiterbindung.

Eine Frage, die sich lohnt zu stellen

Vertrauen am Arbeitsplatz und gerechte Behandlung sind keine weichen Zusatzthemen. Sie stehen im Mittelpunkt dessen, wie Beschäftigte ihre Arbeit erleben. Unternehmen, die das verstehen, fragen nicht nur: „Zahlen wir fair?“ – sondern auch: „Haben unsere Mitarbeiter irgendeinen Grund, an Fairness am Arbeitsplatz zu zweifeln?“ Die zweite Frage ist schwerer zu beantworten, weil sie verlangt, die weniger sichtbaren Aspekte der eigenen Teamführung unter die Lupe zu nehmen.

Weiß jeder Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, dass seine Arbeitszeiten gesehen, erfasst und korrekt berücksichtigt werden? Wenn Sie sich da nicht vollständig sicher sind, besteht eine reelle Chance, dass Ihre Mitarbeiter es auch nicht sind.

So sieht Fairness am Arbeitsplatz aus

Wenn Ihnen das Geschilderte bekannt vorkommt, lohnt es sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen, ob Ihr Zeiterfassungsprozess Ihren Mitarbeitern die Transparenz bietet, die sie brauchen, um sich fair behandelt zu fühlen und echtes Vertrauen am Arbeitsplatz aufzubauen. TimeMoto Cloud bietet KMU ein strukturiertes System zur Erfassung von Arbeitszeiten und Verwaltung von Abwesenheiten, mit Aufzeichnungen, die präzise und für alle Berechtigten einsehbar sind. Testen Sie es 30 Tage kostenlos.

Quelle: Living and Working in Europe 2025, Eurofound (2026), Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, Luxemburg. Basierend auf dem European Working Conditions Survey mit mehr als 36.000 Befragten aus der gesamten EU.

Melden Sie sich für den TimeMoto-Newsletter an.

Sparen Sie mit unserem Newsletter Zeit. Melden Sie sich jetzt an und erhalten Sie Einblicke in die Verwaltung Ihres Personals, wichtige Trends, Neuigkeiten und Produktaktualisierungen. Direkt in Ihr Postfach.

Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich damit einverstanden, von TimeMoto B.V. per E-Mail Nachrichten und Angebote zu TimeMoto Produkten und Dienstleistungen zu erhalten. Sie haben das Recht, Ihre Zustimmung jederzeit zu widerrufen. Für weitere Informationen lesen Sie bitte unser Privacy Statement.